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2015

HSK Klubturnier C2-Gruppe - Halbzeit

Nun sind 5 Runden um und wie Werner Krause am Dienstag richtig bemerkte, damit ist das Bergfest für alle geschafft. Doch da sind ja noch die verlegten Partien. In unserer Gruppe haben wir 15 Partien gespielt, hätten eigentlich 25 sein sollen, aber so ist das eben mit den verlegten Partien, am Ende wird das Turnier hektisch.

An dieser Stelle sei mir vielleicht ein kleiner Ausflug in die Vergangenheit gestattet, als ich zuletzt die Klubturniere mitspielte (Mitte der 70er-Jahre). Damals gab es nicht nur verlegte Partien sondern auch noch was besonders Feines "Hängepartien". Man spielte in allen Klassen (auch bei Mannschaftswettkämpfen bis hin zur Bundesliga) nur eine vorher festgelegte Zahl Züge, in meiner Spielklasse 40 Züge in zwei Stunden und dann noch einmal 20 Züge mit einer weiteren Stunde, war die Partie dann nach 60 Zügen und 6 Stundenspielzeit noch nicht entschieden, wurde daraus eine Hängepartie. Der Spieler am Zug schrieb seinen nächsten Zug auf und dieser kam in einen versiegelten Umschlag. Man einigte sich auf einen Termin für die Fortsetzung im Spiellokal der Heimmannschaft. Ich erinnere mich sehr genau wie ich deswegen nochmals zu Caissa Hohenhorst nach Rahlstedt fahren musste, dort angekommen öffnete mein Gegner den Briefumschlag, überzeugte sich davon dass ich einen gültigen Zug aufgeschrieben hatte und gab auf. Glücklicherweise bleibt uns ein derartiger Frust heute erspart.

Zurück zum Klubturnier. Bei Halbzeit ist die Situation doch wirklich sehr verzerrt durch die vielen nicht gespielten Partien, deswegen an dieser Stelle, meine dringende Bitte an alle, die verlegten Partien jetzt möglichst zeitnah auch zu spielen.
Derzeit führe ich mit 4 aus 5 Partien von Sven Bandow mit 3,5 aus 4. Das heißt natürlich noch gar nichts, in unserer Gruppe kann wirklich jeder gegen jeden gewinnen, Spannung ist garantiert. Zum Nachspielen möchte ich die Partie von Rolf Bollmann - Sebastian Kurch empfehlen, aus meiner Sicht eine Partie die irgendwie für unser Niveau typisch ist. Da gibt es bestimmt viele mögliche Verbesserungen, aber Schach ist eben ein Sport und man muss am Brett die optimale Fortsetzung finden. Am Ende dieser spannenden Partie steht ein Remis, Schwarz hat zu dem Zeitpunkt eine Dame mehr gegen zwei Läufer und einen Bauern. Ich meine das Ergebnis ist gerecht. Ich freue mich auf viele weitere Partien dieser Art.

Armin Meibauer