Hamburger Meister mit 9 aus 9 wird man nicht alle Tage!
Zum Kandidatenturnier der Deutschen Meisterschaft 2027 schickt der Hamburger Schachverband einen HSKler ins Rennen: Durch seinen Sieg bei der Hamburger Einzelmeisterschaft 2026 qualifizierte sich IM Malte Colpe für das prestigereiche Turnier von dem aus man sich für das Meisterturnier der Deutschen Meisterschaft 2028 qualifizieren kann. Malte erreichte bei diesem Turnier 9 Punkte aus 9 Runden, der perfekte Score! Mitte Juli 2026 startete der Dresdner Schachgipfel mit den Turnieren um die Deutsche Meisterschaft 2026. Der Hamburger Qualifikationszyklus verschob sich im Vorjahr so, dass nun um Pfingsten im Rahmen der Hamburger Meisterschaft jeweils die Qualifikation zum deutschen Kandidatenturnier für das Folgejahr ausgespielt wird.

Die Hamburger Meisterschaft wurde vom 23.5. bis zum 31.5.26 in der Mensa der Stadtteilschule Alter Teichweg ausgetragen. Im Meisterturnier wurde der Spielmodus dieses Jahr verändert. Dieses Mal wurde auch im Meisterturnier im Schweizer System gespielt, traditionell spielte diese Gruppe sonst ein Rundenturnier. Durch diese Modusänderung konnten auch mehr Spieler*innen an der Gruppe teilnehmen. 18 Personen traten in dieser Gruppe an.
Neben der Meisterklasse gab es auch die Kandidatenklasse (26 Spieler), die A-Klasse (34 Spieler*innen) und die B-Klasse (19 Spieler*innen). In allen vier Gruppen wurde nach Schweizer System gespielt. In den beiden oberen Gruppen – der Meisterklasse und der Kandidatenklasse – wurden 9 Runden ausgetragen, in der A- und der B-Klasse wurden 7 Runden gespielt.
In diesen 9 Runden in der Meisterklasse erreichte Malte 9 Punkte, eine Gewinnrate von 100%. Hauke Reddmann in seinem Bericht zur 9. Runde auf der Seite vom Hamburger Schachverband: „Das war deutlich. Malte Colpe mit 9/9. Ich kann mich an keine entsprechende HEM erinnern, und ich spiele schon seit mehr als 40 Jahren.“ Durch dieses eindeutige Turnierergebnis sprang Maltes DWZ von 2383 auf 2410. Damit ist seine DWZ zum ersten Mal seit Anfang 2024 wieder zurück über 2400. Auch seine Elo machte einen Sprung: Von 2368 auf 2383. Auch diese Elo hatte er zuletzt Anfang 2024. Die letzten Auswertungen zeigen bei beiden Wertungszahlen einen eindeutigen Aufwärtstrend! Gerne weiter so und herzlichen Glückwunsch!
Zur Feier des Turnierergebnisses hat Malte seine Partie aus der letzten Runde gegen Elias Mandelkow für uns kommentiert:
Elias Mandelkow vs. Malte Colpe (Runde 9)
Runde 1: Triona Eberle (2054, St. Pauli) – Malte Colpe (2383, HSK)
In der ersten Runde trat Malte gegen Triona Eberle an, die vor Kurzem ihr Bundesliga-Debüt mit St. Pauli bei der BL-Endrunde gefeiert und dort auch ihren ersten Bundesliga-Sieg eingetütet hatte. Triona entschied sich für die Spanische Eröffnung gegen Malte. Malte bekam f5 durchgesetzt, öffnete die g-Linie vor seinem König und ließ auch seinen h-Bauern furchtlos bis nach h5 vorlaufen. Mein Fazit: Ich würde die Partie im Anfänger*innentraining nicht als Beispiel für Königssicherheit zeigen. Tatsächlich war sein König aber sicher. Durch den Zug 32.b5 erlaubte Weiß einem schwarzen Springer in die Stellung einzudringen, dann gewann Schwarz einen Bauern und die Partie ging weiter bergab für Weiß. So begann das Turnier mit 1/1 für Malte.
Runde 2: Malte Colpe – Dr. Andreas Pittelkow (2006, HSK)
Als erfahrener Trainer muss Malte auch immer wieder gegen Spieler antreten, die er selbst trainiert oder trainiert hat. So auch im Fall der zweiten Runde bei der HEM. Gegen Maltes 1.d4 entschied sich Andreas für Königsindisch. Mit Zug 14 hatte Malte einen Bauern auf dem Feld g4. Langsam bekomme ich eine Ahnung davon, woher es kommt, dass ich so oft f4 und g4 (in meinem Fall leider auch in den unpassendsten Momenten) spiele. Bei Malte ging der Zug auf. Am Ende gewann er, 2/2.
Runde 3: Jakob Goepfert (2077, St. Pauli) – Malte Colpe
In der dritten Runde zauberten die beiden Spieler die Abtauschvariante im abgelehnten Damengambit aufs Brett. Nachdem Malte in dieser Partie noch frühzeitiger als in den anderen g5 spielte und der g-Bauer abgetauscht wurde, entschied er sich in dieser Partie für die lange Rochade (bester Zug in der Stellung). Auch die dritte Runde endete mit einem Sieg für Malte, 3/3.
Runde 4: Malte Colpe – Valerian Giraud (2087, HSK)
Valerian Giraud hatte in der vergangenen Saison in der Landesliga für das Team HSK 6 um Felix Ihlenfeldt an Brett 1 gespielt. Dort trat er u.a. gegen GM Dorian Rogozenco und Robert Engel an. Gegen FM Fabian Schulenburg (Elo: 2267, SC Diogenes) hatte er seinen höchsten Sieg der Saison in der Landesliga. Die vierte Runde bei der HEM war die erste Runde, die um 17 Uhr anstelle von 14 Uhr begann und bei der die Meister- und die Kandidatenklasse ohne die A- und B-Klasse im Raum spielten. Auch Valerian entschied sich für die Königsindische Eröffnung gegen Maltes 1.d4. Malte schaffte es seine Bauern nach e5 und f5 zu schieben und erdrückte Valerians Stellung langsam. Im Endspiel wurde es nochmal unübersichtlich, letztendlich gewann Malte aber auch diese Partie, 4/4.
Runde 5: Malte Colpe – Robin Keyser (2221, SKJE)
Diese Begegnung ging zuletzt beim HSK Oster-Open Remis aus. Nach der vierten Runde der HEM befanden sich Valerian Giraud und Robin Keyser mit 3 Punkten aus 4 Runden auf Platz 2 und 3. Der einzige weitere IM neben Malte war IM Evgueni Chevelevitch, der zu diesem Zeitpunkt bei 2,5 Punkten aus 4 Runden stand. Nach einem Remis in Runde 5 gegen Andreas Pittelkow brach Evgueni das Turnier ab. Aus diesem Grund konnte es zum Duell der IMs nicht mehr kommen. Die 5. Runde markierte die Halbzeit des Turniers. Die Partie gegen Robin war wohl auch eine der anstrengendsten Partien, die Malte in diesem Turnier spielen musste. Er sprang dem Remis gerade noch so von der Schippe. Doch am Ende war auch hier das Ergebnis positiv: 5/5 für Malte.
Runde 6: Hauke Reddmann (2149, SK Wilhelmsburg) – Malte Colpe
Beim Osteropen des Vorjahres war auch diese Begegnung zuletzt Remis ausgegangen. Doch dieses Jahr sollte es anders kommen. Der Rundenbeginn war auf 17 Uhr angesetzt und als ich kurz vor 18 Uhr zum Spielort ging, kam mir Hauke schon mit dem Fahrrad entgegen und auch Malte war schon auf dem Weg nachhause. Die Karenzzeit war noch nicht rum, beide Spieler waren da, es konnte also nichts damit zu tun haben, dass ein Gegner nicht angetreten war. Was war also passiert? Ein frühes Remis? Keineswegs! Nach nur 12 Zügen war Hauke von seiner Stellung so wenig begeistert, dass er aufgab. Er hatte zwar noch kein Material weniger, aber er hing mit der Entwicklung so weit zurück, dass er keinen Sinn mehr darin sah, weiterzuspielen. Die kurze Partie gab Malte mehr Zeit, sich auszuruhen und sich für den nächsten Tag vorzubereiten.
Runde 7: Malte Colpe – Denis Pakhomov (2100, SC Diogenes)
Nach dem Sieg in Runde 7 konnte nur noch Valerian Giraud davon träumen, Malte zumindest einzuholen (je nach Feinwertung auch noch überholen). Valerian hatte 5 Punkte und Malte 7, zwei Partien waren noch zu spielen. Sollte Malte in Runde 8 also mindestens ein Remis eintüten, war ihm der Turniersieg und die Qualifikation zum Kandidatenturnier zur deutschen Meisterschaft 2027 sicher.
Runde 8: Daniel Markovic (1974, SKJE) – Malte Colpe
Langsam gingen die Gegner für Malte aus. Gegen seine Verfolger an der Tabellenspitze hatte er jeweils bereits gewonnen. So spielte er in Runde 8 gegen Daniel Markovic, der zu diesem Zeitpunkt 3,5/7 hatte. Die Partie ging über 57 Züge und wurde als letzte des Tages beendet. Die Schachgöttein wollte wohl, dass Malte die gesparte Zeit vom Vortag noch absitzen musste. Malte hatte zwischenzeitig so viel Material mehr als sein Gegner, dass er eine Qualität abgeben konnte und trotzdem noch eine Qualität mehr hatte. Am Ende gewann er auch diese Partie souverän. Nach einem langen Tag ging die Farbe der Holzfiguren aber auf die Augen. Vor der letzten Runde wurden Figuren mit höherem Kontrast zwischen schwarzen und weißen Figuren gegen die Figuren, die in den letzten Runden an Brett 1 eingesetzt wurden, getauscht. Mit diesem achten Sieg hatte Malte den Turniersieg schon vorzeitig sicher.

Runde 9: Elias Mandelkow (2028, HSK) – Malte Colpe
Das Turnier beendete Malte mit einem letzten HSK-internen Duell. In dieser Runde trat er gegen Elias Mandelkow an. Dieser ist Stammspieler an Brett 1 bei HSK 9 (Team von Jones) in der Stadtliga. Elias schloss die HMM 2026 mit 4,5/7 ab und macht damit ein DWZ-Plus von 16 Punkten laut inoffizieller vorzeitiger Auswertung vor DWZ-Umstellung.
Die Partie zwischen Elias und Malte lässt sich wie folgt beschreiben: Malte rochierte kurz, spielte irgendwann g5, bekam später einen Springer für einen Bauern (für einen Zug war die Partie plötzlich ausgeglichen, weil er das Opfer annahm), doch am Ende konnte Elias die Stellung nicht halten und auch die neunte Partie endete in einem Sieg für Malte, 9/9. Die ausführliche Version der Partie mit Kommentar von Malte gab es ja zu Beginn dieses Artikels bereits zu sehen. Ein Turnierergebnis wie aus dem Bilderbuch!
Valerian Giraud erklomm das Treppchen neben Malte. Valerian erreichte mit 7/9 den zweiten Platz.

Endtabelle Meisterklasse 2026

Malte als Spieler und Trainer
In diesem Turnier trat Malte in erster Linie als Spieler an, aber auch einige seiner Schützlinge (aka. Spieler*innen, die er trainiert), waren bei dem Turnier angetreten. Die 2000er-DWZ-Marke (vor DWZ-Umstellung) überschritt z.B. Leon Haertel zum ersten Mal durch seine Leistung im Meisterturnier, in dem er dieses Jahr zum ersten Mal mitspielen durfte. Leon erreichte 4,5/9 (Platz 9 von 18), spielte u.a. Remis gegen Robin Keyser! Eric Bohlmann, der im Vorjahr die Kandidatenklasse überraschend gewonnen hatte (damals reflektierte seine Starter-DWZ seine echte Spielstärke noch nicht, wodurch er stark unterschätzt wurde!) erreichte 3 Punkte und so Platz 15.
In der Kandidatenklasse spielte u.a. Jonathan Busch mit, der 4,5/9 erreichte und die höchste Buchholz-Wertung der gesamten Gruppe hatte! Mit diesem Ergebnis landete Jonathan auf Platz 8 von 26. Jonathan besiegte in diesem Turnier auch den besten HSKler der Kandidatenklasse: Alexander Formenkov. Alexander erreichte mit 5,5/9 den 4. Platz.
Eine Momentaufnahme aus der Partie Jonathan Busch (1671) vs. Alexander Formenkov (1848) aus Runde 5:
Jonathan hatte Material gegen Alexander einbüßen müssen, spielte aber weiter und gab sein Bestes, Alexander nicht einfach so mit einem Punkt weggehen zu lassen. In einem Endspiel mit einer Qualität weniger platzierte Jonathan seinen Turm auf das Feld h8. Alexander hatte Jonathans Plan übersehen und spielte in dieser Stellung …e4. Jonathans Trick ging auf! Th6+ greift nicht nur den König an, sondern auch den ungedeckten Turm dahinter. Wo Jonathan einen Zug zuvor noch eine Qualität weniger hatte, hatte er nach diesem Zug auf einmal eine ganze Figur mehr! Alexander konnte im Gegenzug noch den a-Bauern gewinnen, aber den verlorenen Vorteil konnte er nicht mehr zurückholen. Am Ende gewann Jonathan die Partie. Über Langeweile in dieser Partie konnte man sich nicht beschweren!
Das Siegertreppchen der Kandidatenklasse

Endtabelle Kandidatenklasse 2026

Martina Gerdts: Mein Sieg in der A-Klasse
In der A-Klasse musste ich das Glück selbst in die Hand nehmen. Ganz im Sinne des Trainers in der Meisterklasse startete ich das Turnier mit einem Sieg. Und noch einem Sieg. Und noch einem Sieg. In der vierten Runde musste ich einmal aussetzen, weil ich den Tag leider kein frei bekommen hatte und so arbeiten musste. Die Konkurrenz bekam eine Runde um aufzuholen. In Runde 5 gewann ich erneut, dann kam Runde 6 und ich kam in große Probleme am Brett. Ich spielte gegen Arend Bothe, einer meiner größten Kontrahenten in diesem Turnier und hatte mich austricksen lassen. Zwischenzeitig hatte er zwei Bauern mehr, am Ende konnte ich ihn aber in eine dreifache Stellungswiederholung zwingen. So hatte ich nach Runde 6 4,5 Punkte aus 5 gespielten Partien. Die 100% konnte ich so also nicht mehr halten. Peter Grotrian stand bei 3 aus 4 und hatte in Runde 5 einen Punkt durch Nichterscheinen seines Gegners bekommen und in Runde 6 gewann er gegen Torsten Schubert. So stand er nach Runde 6 mit 5 Punkten auf Platz 1, während ich mit 4,5 Punkten auf Platz 2 stand und Torsten Schubert und Arend Bothe jeweils 4 Punkte hatten. Es stand also fest: Wer im Duell Grotrian vs. Gerdts gewann, würde das Turnier gewinnen. Bei einem Remis hätte Peter das Turnier auch gewonnen. Ein Sieg musste für mich also her! Gesagt, getan! Am Ende gewann ich die A-Klasse mit 5,5 Punkten aus 7 Runden. Damit sprang ich zum ersten Mal auf eine DWZ über 1600 (1614!, DWZ-Plus von 64 Punkten), machte auch ein Eloplus von 40 Punkten und erreichte so zum ersten Mal eine Elo über 1700 (1731)! Mit diesem Ergebnis hatte ich eine Turnierleistung von 1918 erreicht. Mit dem ersten Platz in der A-Klasse kommt auch die Qualifikation für die Kandidatenklasse der Hamburger Meisterschaft 2027 einher. Für das nächste Jahr muss ich mir also genug freinehmen, dass ich am neunrundigen Turnier teilnehmen kann.
In der A-Klasse wurde das Podium von drei HSKler*innen besetzt. Platz 2 erreichte Peter Grotrian und Platz 3 ging an Arend Bothe. Maximilian Gretzinger gehörte zu einer Handvoll Spielern, die vier Punkte erreicht hatten. Er landete so auf dem 8. Platz von 34.

Endtabelle A-Klasse 2026
| Rang | Teilnehmer | Titel | TWZ | At | Verein/Ort | Land | S | R | V | Punkte | Buchh | SoBerg |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| 1 | Gerdts,Martina | 1693 | W | Hamburger SK von 1830 | GER | 5 | 1 | 0 | 5.5 | 29.0 | 21.25 | |
| 2 | Grotrian,Peter | 1729 | M | Hamburger SK von 1830 | GER | 5 | 0 | 2 | 5.0 | 28.0 | 18.00 | |
| 3 | Bothe,Arend | 1668 | M | Hamburger SK von 1830 | GER | 3 | 3 | 1 | 4.5 | 31.5 | 20.00 | |
| 4 | Krauss,Robert | 1764 | M | FC ST.Pauli 1910 | GER | 4 | 1 | 2 | 4.5 | 28.0 | 16.00 | |
| 5 | Lohmann,Rene | 1680 | M | SK Wilhelmsburg | GER | 3 | 3 | 1 | 4.5 | 27.5 | 17.25 | |
| 6 | Schubert,Torsten | 1715 | M | Volksdorfer SK | GER | 4 | 1 | 2 | 4.5 | 25.5 | 14.50 | |
| 7 | Mi,Gufeng | 1621 | M | Niendorfer TSV | GER | 4 | 0 | 3 | 4.0 | 27.0 | 14.50 | |
| 8 | Gretzinger,Maximi | 1722 | M | Hamburger SK von 1830 | GER | 1 | 6 | 0 | 4.0 | 26.0 | 14.25 | |
| 9 | Khattar,Ranvir Si | 1650 | * | SK Wilhelmsburg | GER | 3 | 2 | 1 | 4.0 | 24.5 | 12.75 | |
| 10 | Holand,Maxim | 1762 | M | FC ST.Pauli 1910 | GER | 4 | 0 | 1 | 4.0 | 23.5 | 11.00 | |
| 11 | Ertelt,Alf | 1850 | M | Altonaer SK von | GER | 3 | 2 | 1 | 4.0 | 21.5 | 10.50 | |
| 12 | Klaeke,Gregor | 1714 | M | Niendorfer TSV | GER | 2 | 3 | 2 | 3.5 | 29.5 | 13.75 | |
| 13 | Prottengeier,Jens | 1542 | * | FC ST.Pauli 1910 | GER | 2 | 3 | 1 | 3.5 | 25.5 | 12.50 | |
| 14 | Echt,Pascal | 1697 | M | SF Hamburg e.V. | GER | 2 | 3 | 2 | 3.5 | 25.5 | 11.25 | |
| 15 | Hotze,Kurt | 1800 | M | Niendorfer TSV | GER | 2 | 3 | 2 | 3.5 | 24.0 | 11.25 | |
| 16 | Henk,Milo | 1536 | M | Hamburger SK von 1830 | GER | 2 | 3 | 2 | 3.5 | 23.0 | 9.50 | |
| 17 | Priess,Holger | 1706 | M | SF Hamburg e.V. | GER | 3 | 0 | 4 | 3.0 | 25.5 | 8.50 | |
| 18 | Fieron,Andreas | 1662 | M | Niendorfer TSV | GER | 3 | 0 | 4 | 3.0 | 23.5 | 7.00 | |
| 19 | Queißer,Jens | 1615 | * | Hamburger SK von 1830 | GER | 2 | 2 | 2 | 3.0 | 23.0 | 9.25 | |
| 20 | Drapkin,Lazar | 1728 | M | SAbt SV Billst. | GER | 2 | 2 | 3 | 3.0 | 21.0 | 7.25 | |
| 21 | Tran,Luu- Duc Thu | 1738 | M | FC ST.Pauli 1910 | GER | 3 | 0 | 1 | 3.0 | 20.5 | 9.00 | |
| 22 | Hansen,Bernhard | 1612 | * | SK Weisse Dame | GER | 2 | 1 | 1 | 2.5 | 23.5 | 9.75 | |
| 23 | Weis,Hans-Jürgen | 1631 | M | Bille SC von 19 | GER | 1 | 3 | 3 | 2.5 | 23.0 | 6.75 | |
| 24 | Schenk,Michael | 1605 | M | Hamburger SK von 1830 | GER | 1 | 3 | 3 | 2.5 | 22.0 | 6.75 | |
| 25 | Wöll,Henry | 1715 | M | SK Weisse Dame | GER | 2 | 1 | 2 | 2.5 | 18.0 | 6.25 | |
| 26 | Schenk,Quentin Al | 1611 | M | Hamburger SK von 1830 | GER | 1 | 3 | 1 | 2.5 | 18.0 | 6.00 | |
| 27 | Herrmann,Sabine | 1670 | * | SF Hamburg e.V. | GER | 2 | 0 | 3 | 2.0 | 23.5 | 5.50 | |
| 28 | Lorenzen,Mathis | 1347 | M | Barmbeker SK 1926 | 2 | 0 | 5 | 2.0 | 20.5 | 3.50 | ||
| 29 | Hinrichs,Winfried | 1701 | M | Langenhorner SF | GER | 1 | 2 | 4 | 2.0 | 20.0 | 4.25 | |
| 30 | Antonov,Wsewolod | 1507 | M | SK Union Eimsbüttel | GER | 0 | 4 | 3 | 2.0 | 19.0 | 5.00 | |
| 31 | Kaußmann,Jean Dav | 1713 | * | FC ST.Pauli 1910 | GER | 1 | 2 | 1 | 2.0 | 15.5 | 4.25 | |
| 32 | Knobel,Dagmar | 1694 | W | Bille SC von 19 | GER | 0 | 3 | 4 | 1.5 | 20.5 | 4.00 | |
| 33 | Vogel,Elisabeth | 1691 | * | Altonaer SK von | GER | 0 | 2 | 2 | 1.0 | 15.0 | 3.00 | |
| 34 | Stolzenwald,Frank | 1554 | * | SF Hamburg e.V. | GER | 0 | 0 | 3 | 0.0 | 9.5 | 0.00 |
Quelle: Hamburger Schachverband
B-Klasse: Der Trainer trainiert die Trainerin, die die nächsten Spielerinnen trainiert
In der B-Klasse kam dann der Kreis zusammen. Während Malte mein Trainer war (und ist) und am Turnier teilnahm, war ich als Spielerin dabei, während ich die Trainerin von Agnieszka Kucab war (und bin), die in der B-Klasse antrat. Was ich von unserem aktuellen Hamburger Meister lerne, versuche ich nicht nur an meinem eigenen Brett umzusetzen, sondern auch an die nächste Gruppe von Spielerinnen weiterzugeben. Nach längerer Pause war Agnieszka zurück am Brett und erreichte 4/7. U.a. besiegte sie den erfahrenen Rudolf Kock (SF Hamburg), gegen den ich vor drei Jahren bei meinem Debüt bei diesem Turnier noch Remis gespielt hatte (nachdem wir beide keine Glanzstunde hatten und beide zwischenzeitig auf Verlust standen). Ein weiterer erfahrener Spieler, Malte Schacht (auch HSK), hatte in der B-Klasse den vierten Platz mit 4,5/7 erreicht. Jens Schimmer, Henry von Königsdörffer, Norbert Schuldt, Fatiha Dahling –auch in der B-Klasse war der HSK sehr gut vertreten!
Endtabelle B-Klasse 2026

Fazit
Der Turnierverlauf zeigt nicht nur, dass Malte ein starker Spieler ist, der sich die Quali zum Kandidatenturnier der deutschen Meisterschaft verdient hat, sondern auch, was für einen positiven Einfluss er auf die Spieler*innen hat, die er trainiert. Direkt oder indirekt über andere hatte er Einfluss auf die schachliche Ausbildung von Spieler*innen in jeder Gruppe. Auf diesem Weg hat er einen langfristigen positiven Einfluss auf das Schachgeschehen in Hamburg und natürlich ganz besonders beim HSK. Umso schöner, dass er die diesjährige Ausgabe der Hamburger Meisterschaft mit einer Gewinnrate von 100% abschließen konnte und so auch ganz persönlich als Spieler den größten Erfolg einfahren konnte!
Und jetzt wo der Bericht veröffentlicht ist, ist Malte auch schon bei dem nächsten Turnier, um fleißig Punkte zu sammeln! Viel Erfolg dafür!